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1636 - Trailer

4. Oktober 1636

Am Samstag, den 4. Oktober 1636, marschierten südlich von Wittstock im Norden Brandenburgs viele Tausend Männer zum Kampf auf. Der ca. 22.000 Mann starken verbündeten kaiserlich-sächsischen Armee unter General Melchior von Hatzfeld und Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen standen ca. 19.000 Soldaten unter dem schwedischen Feldmarschall Johan Banér gegenüber. Trotz der zahlenmäßigen Übermacht des kaiserlich-sächsischen Heeres siegten die Schweden durch eine doppelte Umgehungstaktik.

In diesem Kupferstich wurde detailliert festgehalten, wie die schwedischen Regimenter am 4. Oktober 1636 in die Schlacht bei Wittstock ziehen (Zeitgenössische Flugschrift, Kriegsarchiv Stockholm).

Noch am Abend verfügten die unter- legenen Generäle den Truppenrückzug. Viele Soldaten waren bereits desertiert und vom Schlachtfeld geflohen. Der Abzug ging jedoch bald in eine planlose Flucht des kaiserlich-säch- sischen Heeres und seines Trosses über.

Der schwedische Heerführer Johan Banér berichtet Königin Christina von den Geschehnissen der Schlacht (Reichsarchiv Stockholm)

Nachrückende Schweden richteten unter den Abziehenden ein Blutbad an. Neben den vielen Toten auf dem Schlachtfeld selbst gab es daher die meisten Opfer erst nach dem »regulären« Kampfgeschehen. Insgesamt verloren bis zu 8.000 Soldaten ihr Leben.

Am Tag nach der Schlacht ordnete der siegreiche schwedische Feldmarschall das Aufräumen des Schlachtfeldes an.

Neben der Freigabe zum Plündern bedeutete dies auch, nach ver- wundeten Soldaten zu suchen und die Toten zu bestatten. 125 tote Söldner fanden in einem Massengrab am Fuße der Scharfenberge ihre letzte Ruhe.