Militärhistorisches Museum der BundeswehrLandesamt für Archäologie - SachsenArchäologisches Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster
1636 - Trailer

Der Dreißigjährige Krieg

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war anfangs ein Religionskrieg. Die zur Katholischen Liga verbündeten Staaten und die der Protestantischen Union rangen um die Vormachtstellung in Europa. Zu den konfessionellen Gegensätzen innerhalb des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation trat der dynastische Widerstreit zwischen den Habsburgern und Frankreich. Gemeinsam mit ihren Verbündeten in Deutschland trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihren Konflikt mit Frankreich und seinen Verbündeten Dänemark, Schweden und den Niederlanden aus.

30 Jahre lang zogen die Armeen kreuz und quer durch das Deutsche Reich und verheerten viele Landstriche (S. Vrancx, Ein Heerlager, Hamburger Kunsthalle)

Entsprechend den maßgeblichen Gegenspielern des habsburgischen Kaisers werden vier aufeinander folgende Phasen unterschie- den. 1630 greifen die Schweden in das Kriegsgeschehen ein. Sechs Jahre später ist der „Schwedische Krieg“ fast schon verloren, als der Sieg bei Wittstock das Blatt wendet und den Krieg um weitere 12 Jahre verlängert – bis zur Unterzeichnung des Westfälischen Friedens 1648.

Die Verträge von Münster und Osnabrück – der Westfälische Frieden – beendeten 1648 die ohne eindeutigen Sieger gebliebenen Kampfhandlungen und die Gräueltaten an der Bevölkerung. Doch brauchte es in manchen Landstrichen noch mehr als ein Jahrhundert, um die wirtschaftlichen und sozialen Wunden des Krieges zu heilen.