Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum sowie die Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg luden vom 21.–24. November 2011 zur Tagung
»Schlachtfeld und Massengrab – Spektren interdisziplinärer Auswertung von Orten der Gewalt«
ins Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel ein.
Seit einigen Jahren befindet sich die vergleichsweise junge Disziplin der Schlachtfeldarchäologie auch in Deutschland im Aufwind. Ausschlaggebend dafür sind die Untersuchungen mehrerer archäologischer und historischer Schlachtfelder, von denen diejenigen im Tollense-Tal, bei Kalkriese, am Harzhorn und in Lützen hier stellvertretend genannt seien.
Insbesondere die vermehrte Entdeckung von Einzelknochen und Knochengruben sowie Einzel- und Massengräbern in den letzten Jahren bietet eine bis dato nicht vorhandene Informationsfülle. Neben der Archäologie und Anthropologie sind nun naturwissenschaftliche Spezialdisziplinen gefragt. Sie liefern detaillierte Daten zu den Verstorbenen und ermöglichen es, die sich auf Schlachtfeldern oder andernorts ereigneten Gewaltaktionen zu rekonstruieren.







